Idiopathische intrakranielle Hypertension · Istanbul, Türkei

Pseudotumor cerebri (IIH): Symptome, Sehkraft und Therapie

Ein Pseudotumor cerebri erhöht den Druck um das Gehirn und kann unbemerkt das Sehen schädigen. Prof. Dr. Serdar Baki Albayrak, Neurochirurg in Istanbul, erklärt, wann eine Operation infrage kommt.

Medizinisch geprüft von Prof. Dr. Serdar Baki Albayrak, Neurochirurg · Zuletzt aktualisiert: Oktober 2026

27+Jahre Erfahrung in der Neurochirurgie
5.000+Operationen
64Herkunftsländer der Patienten
33wissenschaftliche Publikationen

Quelle der Karrieredaten: Berufsprofil und Publikationsliste von Prof. Albayrak, September 2026.

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Kurz erklärt

Was ist ein Pseudotumor cerebri?

Ein Pseudotumor cerebri ist ein erhöhter Druck um das Gehirn, ohne dass ein Tumor dahintersteckt. Ärzte nennen ihn auch idiopathische intrakranielle Hypertension (IIH), weil die Ursache unbekannt ist. Er betrifft vor allem Frauen zwischen 20 und 50 und kann das Sehen schädigen.

Die Beschwerden ähneln denen eines Tumors, daher der Name „falscher Hirntumor“. In den Bildern zeigt sich aber keine Raumforderung, und es handelt sich nicht um Krebs. Die Pseudotumor-cerebri-Therapie beginnt meist mit Medikamenten und einer Gewichtsabnahme; eine Operation schützt das Sehen, wenn es in Gefahr ist.

Pseudotumor cerebri auf einen Blick

  • Was es istErhöhter Liquordruck um das Gehirn; die Hirnbilder wirken normal
  • Wen es trifftVor allem Frauen von 20 bis 50, oft nach einer Gewichtszunahme
  • Typische ZeichenTägliche Kopfschmerzen, ein Rauschen im Pulstakt, kurze Sehausfälle
  • HauptrisikoEine Schwellung des Sehnervs, die Sehkraft kosten kann
  • Wichtige TestsAugenuntersuchung, MRT mit Venendarstellung, Lumbalpunktion
  • TherapieZuerst Gewichtsabnahme und Medikamente; eine Operation, wenn das Sehen gefährdet ist
Beginnen Sie mit Ihrer Situation

Was führt Sie hierher?

Wählen Sie die Zeile, die zu Ihrer Situation passt. Jede führt zum passenden Teil dieses Ratgebers.

  1. 01Tägliche Kopfschmerzen, oft morgens stärkerDruckkopfschmerzen, gegen die Schmerzmittel kaum helfen
  2. 02Ein Rauschen im Takt Ihres HerzschlagsEiner der typischsten Hinweise auf eine IIH
  3. 03Sekundenlange Sehausfälle oder DoppelbilderZeichen von Druck auf die Sehnerven
  4. 04Eine Diagnose und Sorge um Ihr SehenWarum das Sehen gefährdet ist und wie Ärzte es schützen
  5. 05Medikamente haben nicht ausreichend geholfenWann eine Operation infrage kommt und welche
  6. 06Sie planen eine Behandlung in IstanbulZeitplan, Flüge und Augenkontrollen zu Hause
Symptome

Symptome bei Pseudotumor cerebri

Kopfschmerz ist das häufigste Symptom, doch die Zeichen an den Augen zählen am meisten. Die Beschwerden kommen und gehen oft, ein guter Tag schließt eine IIH also nicht aus.

Kopfschmerzen

Der typische IIH-Kopfschmerz pocht täglich und ist morgens besonders stark. Husten oder Pressen können ihn ebenfalls verstärken. Häufige Schmerzmittel lösen jedoch manchmal einen eigenen Kopfschmerz durch Medikamentenübergebrauch aus.

Ein Rauschen im Pulstakt

Viele Betroffene hören zudem ein rhythmisches Rauschen in den Ohren, im Takt des Herzschlags. Ärzte nennen das pulssynchronen Tinnitus. Das Geräusch lässt oft nach, sobald der Druck sinkt.

Sehausfälle und Doppelbilder

Beim Aufstehen, Bücken oder Husten kann das Sehen für einige Sekunden grau werden. Doppelbilder entstehen, wenn der Druck den Nerv dehnt, der das Auge nach außen dreht. Das seitliche Gesichtsfeld schrumpft dagegen manchmal so langsam, dass Sie es nicht bemerken.

Nacken, Rücken und weitere Beschwerden

Nacken-, Schulter- und Kreuzschmerzen sind häufig, manche Betroffene haben auch Übelkeit oder Schwindel. Die Wachheit trübt eine IIH aber normalerweise nicht. Neue Benommenheit, Verwirrtheit oder Schwäche brauchen deshalb sofort ärztliche Hilfe.

Fragen in dieser Phase

Gibt es einen Pseudotumor cerebri ohne Stauungspapille?

Ja, aber selten. Ohne Schwellung des Sehnervs suchen Ärzte nach anderen Zeichen, etwa typischen Veränderungen in der MRT. Für die Diagnose gelten dann strengere Kriterien.

Das Sehen schützen

Warum ein Pseudotumor cerebri das Sehen gefährdet

Der Sehnerv verläuft in einer Hülle aus Hirnwasser zum Auge. Steigt der Druck, schwillt der Nerv deshalb im Augenhintergrund an (Stauungspapille). Hält die Schwellung an, sterben Nervenfasern ab, und das verlorene Sehen kehrt nicht zurück.

Meist schwindet zuerst das seitliche Sehen, deshalb zeigen nur Augentests, wie es den Nerven geht. Früh entdeckte Ausfälle bessern sich mit einer Behandlung jedoch oft. In einer klinischen Studie halfen ein Carboanhydrasehemmer und ein Programm zur Gewichtsabnahme zum Beispiel, einen Teil der Sehkraft zurückzugewinnen.

Männer mit IIH scheinen ein höheres Risiko für einen Sehverlust zu haben. Ärzte kontrollieren sie deshalb oft engmaschiger.

Ist ein Sehverlust durch Pseudotumor cerebri dauerhaft?

Nicht immer, besonders wenn die Behandlung früh beginnt. Das Sehen bessert sich dann oft, sobald der Druck sinkt. Eine lange bestehende Schwellung kann jedoch bleibende Schäden hinterlassen, deshalb sind Augenkontrollen wichtig.

Früh handeln

Wann ist ein Pseudotumor cerebri ein Notfall?

Die meisten Veränderungen bei einer IIH entwickeln sich über Wochen. Bei einer seltenen, schnellen Form kann das Sehen aber innerhalb von Tagen versagen. Nehmen Sie deshalb jede neue Sehveränderung ernst und handeln Sie sofort.

Gehen Sie innerhalb weniger Tage zum Arzt bei:

  • Neuen oder zunehmenden täglichen Kopfschmerzen
  • Einem Rauschen im Takt Ihres Pulses
  • Sekundenlangem Grauwerden des Sehens
  • Kopfschmerzen nach einem neuen Medikament, etwa einem Aknemittel mit Vitamin-A-Abkömmling
  • Geschwollenen Sehnervenköpfen bei einer Routinekontrolle beim Augenarzt

Holen Sie noch am selben Tag Notfallhilfe bei:

  • Sehen, das über Stunden oder Tage verschwimmt, dunkler oder enger wird
  • Plötzlichem Sehverlust auf einem oder beiden Augen
  • Neuen Doppelbildern
  • Plötzlichen, heftigen Kopfschmerzen, wie Sie sie noch nie hatten
  • Kopfschmerzen mit Fieber, steifem Nacken, Verwirrtheit oder Schwäche
  • Mit Shunt: Kopfschmerzen, Erbrechen und Benommenheit

Im Notfall rufen Sie sofort den Notruf 112 an.

Ein rasch nachlassendes Sehen muss innerhalb von Tagen behandelt werden. Beginnen Sie die Behandlung dann in der Nähe Ihres Wohnorts, nicht im Ausland.

Ursachen und Risikofaktoren

Wer bekommt einen Pseudotumor cerebri, und warum?

Die genaue Ursache kennt niemand, deshalb heißt die Erkrankung idiopathisch. Etwa 19 von 20 Menschen mit IIH sind Frauen, meist zwischen 20 und 50.

FaktorBeispieleWas Ärzte tun
GewichtEin Body-Mass-Index (BMI) über 30 oder eine kürzliche GewichtszunahmeEine stetige, begleitete Gewichtsabnahme planen
MedikamenteTetracyclin-Antibiotika, Vitamin-A-Abkömmlinge (Retinoide), Wachstumshormon, manche Stimmungsstabilisierer, Beginn oder Absetzen von KortisonJedes prüfen und absetzen, wenn das sicher ist
ErkrankungenSchlafapnoe, Eisenmangelanämie, Nierenversagen, polyzystisches Ovarsyndrom, manche HormonstörungenDie Erkrankung behandeln, was den Druck senken kann

Erklärt ein Medikament oder eine Erkrankung den Druck, sprechen Ärzte von sekundärer intrakranieller Hypertension. Die Behandlung dieser Ursache senkt den Druck dann oft. Setzen Sie ein verordnetes Medikament aber nie eigenmächtig ab.

Kann aus einem Pseudotumor cerebri ein Hirntumor werden?

Nein. Das Wort „Tumor“ beschreibt nur, wie die Beschwerden wirken. Bei der IIH geht es um Liquordruck, nicht um krankhaftes Zellwachstum, deshalb kann daraus kein Krebs werden.

Diagnose

Wie Ärzte einen Pseudotumor cerebri feststellen

Ärzte stellen eine IIH fest, indem sie andere Ursachen für einen hohen Druck ausschließen. Oft entdeckt zuerst ein Augenarzt die geschwollenen Sehnervenköpfe.

Drei wichtige Untersuchungen

  • Augenuntersuchung: Blick auf die Sehnervenköpfe bei erweiterter Pupille, ein Gesichtsfeldtest und oft eine OCT-Aufnahme des Sehnervs
  • MRT mit MR-Venographie: schließt einen Tumor, einen Hydrozephalus oder ein Blutgerinnsel in einer Hirnvene aus
  • Lumbalpunktion: misst den Eröffnungsdruck in Seitenlage und untersucht das Hirnwasser

Bei Erwachsenen liegt der übliche Grenzwert bei 25 cm Wassersäule, bei Kindern bei 28 cm. Das Hirnwasser selbst sollte zudem unauffällig sein.

Ist ein Pseudotumor cerebri in der MRT sichtbar?

Nicht direkt. Das Gehirn sieht normal aus, doch oft zeigen sich feine Zeichen, etwa enge Hirnvenen. Die MRT dient deshalb vor allem dazu, einen Tumor, ein Gerinnsel oder einen Hydrozephalus auszuschließen.

Tut eine Lumbalpunktion weh?

Zuerst betäubt der Arzt die Haut, und die Druckmessung dauert nur wenige Minuten. Die meisten spüren dann eher Druck als einen scharfen Schmerz. Danach können für einige Stunden oder Tage Kopfschmerzen folgen.

Erkrankungen, die einer IIH ähneln

Mehrere Erkrankungen teilen ihre Kopfschmerzen und Augenzeichen, deshalb entscheiden Bilder und Druckmessung.

MerkmalIIHHirntumorHydrozephalusMigräne
MRTNormales Gehirn; feine DruckzeichenEine Raumforderung, oft mit SchwellungErweiterte LiquorräumeNormal
LiquordruckHochOft hoch; eine Lumbalpunktion kann gefährlich seinHoch oder normal, je nach FormNormal
SehnervenkopfBei den meisten geschwollenKann anschwellenKann anschwellenNormal
Rauschen im PulstaktHäufigSeltenSeltenSelten
Weitere ZeichenVor allem SehveränderungenSchwäche, Sprachstörungen oder KrampfanfälleGang-, Blasen- oder GedächtnisproblemeAura; unauffälliger Befund zwischen den Anfällen

Weitere Warnmuster beschreibt unser Ratgeber zu Hirntumor-Symptomen. Auch ein Gerinnsel in einer Hirnvene kann den Druck erhöhen. Zudem kann ein Meningeom, das auf eine große Vene drückt, eine IIH nachahmen.

Hoher Druck kann außerdem das untere Kleinhirn nach unten drücken und so eine Chiari-Malformation vortäuschen. Der Normaldruckhydrozephalus betrifft dagegen Gehen, Gedächtnis und Blasenkontrolle bei älteren Menschen.

Therapie

Pseudotumor-cerebri-Therapie ohne Operation

Die Therapie hat zwei Ziele: das Sehen schützen und die Kopfschmerzen lindern. Bei den meisten Betroffenen erreichen Gewichtsabnahme und Medikamente beides.

Gewichtsabnahme

Bei Übergewicht oder Adipositas steht meist die Gewichtsabnahme am Anfang. Schon 4,5-9 kg weniger können bei 91 kg Körpergewicht zum Beispiel die Beschwerden lindern. Liegt eine starke Adipositas vor, kommt auch eine Operation zur Gewichtsreduktion infrage.

Medikamente

Das wichtigste Medikament ist ein Carboanhydrasehemmer, der die Bildung von Hirnwasser senkt. Ärzte ergänzen manchmal ein Antiepileptikum, ein harntreibendes Mittel oder kurz Kortison. Der Carboanhydrasehemmer kann Kribbeln, Durst und häufiges Wasserlassen verursachen, melden Sie Nebenwirkungen deshalb Ihrem Arzt.

Warum wiederholte Lumbalpunktionen keine Lösung sind

Eine Lumbalpunktion senkt den Druck, deshalb lassen die Kopfschmerzen oft sofort nach. Der Körper ersetzt das Hirnwasser aber innerhalb von Stunden, wiederholte Punktionen können eine IIH also nicht kontrollieren. In der Schwangerschaft wiederholen Ärzte sie manchmal, um eine Operation bis nach der Geburt aufzuschieben.

Kann ein Pseudotumor cerebri wieder verschwinden?

Oft ja. Manchmal klingt er innerhalb von 6 Monaten von selbst ab. Er kann jedoch zurückkehren, besonders nach einer erneuten Gewichtszunahme.

Operation

Wann braucht ein Pseudotumor cerebri eine Operation?

Eine Operation kommt infrage, wenn sich das Sehen trotz Behandlung weiter verschlechtert. Sie hilft auch, wenn das Sehen schnell nachlässt oder Medikamente zu viele Nebenwirkungen haben. Insgesamt braucht nur eine Minderheit der Betroffenen jemals eine Operation.

Keine einzelne Operation passt für alle. Augenärzte, Neurologen, Neurochirurgen und Radiologen entscheiden deshalb idealerweise gemeinsam.

Operative Möglichkeiten im Vergleich

MöglichkeitFunktionsweiseFür wen sie passen kannHauptnachteile
Lumboperitonealer Shunt (LP-Shunt)Ein dünner Schlauch leitet Hirnwasser vom unteren Rücken in den BauchraumKopfschmerz und Sehverlust zusammenVerstopfung, Kopfschmerz durch Überdrainage, erneute Operation
Ventrikuloperitonealer Shunt (VP-Shunt)Ein Schlauch führt von einer Hirnkammer in den BauchraumDieselben Ziele, wenn ein lumbaler Shunt nicht passtVerstopfung, Infektion, Revisionen und die Risiken einer Hirnoperation
Stent im venösen SinusEin interventioneller Radiologe weitet eine enge Hirnvene mit einem GitterröhrchenEine klare Engstelle in der MR-Venographie mit Druckunterschied darüberMonatelang Gerinnungshemmer; eine neue Engstelle kann entstehen
Fensterung der SehnervenscheideEin Augenchirurg schneidet kleine Fenster in die Hülle um den SehnervSehverlust mit nur leichtem KopfschmerzWenig Wirkung auf den Kopfschmerz; der Nutzen kann nachlassen
Operation zur GewichtsreduktionEine Operation am Magen bei starker AdipositasLangfristige Kontrolle bei starker AdipositasWirkt über Monate und kann ein rasch nachlassendes Sehen nicht retten

So funktioniert ein Shunt

Ein Shunt leitet überschüssiges Hirnwasser über einen dünnen Schlauch mit Ventil in den Bauchraum. Ein lumbaler Shunt beginnt in der unteren Wirbelsäule, ein ventrikulärer im Gehirn. Unser Ratgeber zu Shunt-Operation und Ventilen erklärt die Einzelheiten.

Shunts können verstopfen oder zu viel ableiten, deshalb brauchen manche später eine Revision. Ärzte reservieren sie daher meist für Menschen, deren Sehen in Gefahr ist.

Stent oder Shunt?

Ein Stent hilft nur, wenn eine enge Hirnvene den Druck verursacht. Ein Shunt wirkt dagegen unabhängig von der Ursache, braucht aber lebenslange Nachsorge.

Bleibt ein Shunt bei IIH lebenslang?

Meist ja. Nach einer anhaltenden Gewichtsabnahme und normalen Druckwerten kann ein Chirurg ihn jedoch verschließen oder entfernen.

Wie lange dauert die Erholung nach einer Shunt-Operation bei IIH?

Die meisten gehen nach wenigen Tagen nach Hause und nehmen leichte Tätigkeiten innerhalb von Wochen wieder auf. Die volle Erholung hängt dann von der Art des Shunts und Ihrer Arbeit ab.

Nachsorge und Aussichten

Leben mit Pseudotumor cerebri: Nachsorge und Aussichten

Eine IIH kann jahrelang bestehen und auch zurückkehren, besonders nach einer erneuten Gewichtszunahme. Regelmäßige Augenkontrollen bleiben deshalb das Rückgrat der Behandlung.

Ihr Plan für die Augenkontrollen

Wiederholte Augenuntersuchungen in engen Abständen sind entscheidend, ein typischer Plan sieht so aus. Ihr Augenarzt passt ihn dann an Ihre Ergebnisse an.

PhaseKontrollenWie oft (typisch)
Erste Monate der BehandlungSehschärfe, Gesichtsfeld, Sehnervenköpfe und OCTAlle 4-6 Wochen
Wenn die Schwellung abklingtDieselben Tests, dazu Medikamente und GewichtAlle 3 Monate
Lange stabilGesichtsfeld und SehnervenEinmal im Jahr, auch nach Ende der Behandlung
Jede neue SehstörungEine dringende AugenuntersuchungInnerhalb von Tagen; bei plötzlichen Veränderungen am selben Tag

Gewohnheiten, die helfen

  • Eine stetige Gewichtsabnahme mit Ernährungsberatung statt schneller Diäten
  • Weniger Salz; eine salzarme Kost gehört zu den empfohlenen Maßnahmen
  • Eine Schlafuntersuchung, wenn Sie schnarchen oder tagsüber müde sind
  • Ein Gespräch mit Ihrem Arzt vor Aknemitteln oder Vitamin-A-Präparaten

Schwangerschaft und IIH

Eine IIH kann in der Schwangerschaft beginnen oder sich verschlechtern, und manche IIH-Medikamente meiden Ärzte dann. Informieren Sie deshalb früh Ihren Neurologen, Augenarzt und Frauenarzt.

Ist ein Pseudotumor cerebri tödlich?

In der Regel ist er nicht lebensbedrohlich. Die eigentliche Gefahr ist ein bleibender Sehverlust, deshalb zählen die Augenkontrollen am meisten. Ein plötzlicher, heftiger Kopfschmerz braucht zudem sofort Notfallhilfe, weil eine andere Ursache dahinterstecken kann.

Patienten aus dem Ausland

Anreise nach Istanbul aus Deutschland, Österreich und der Schweiz

Die Behandlung einer IIH dauert Monate oder Jahre und findet deshalb meist in der Nähe Ihres Wohnorts statt. Eine Reise nach Istanbul passt zu einer persönlichen Beratung oder einer geplanten Operation, nicht zu einem rasch nachlassenden Sehen.

Wie lange Sie bleiben

Zuerst kommen die Beratung und eventuell neue Tests. Ein Shunt bringt dann die Operation, einige Tage im Krankenhaus und Erholung in der Nähe hinzu. Für einen Shunt mit Eröffnung des Schädels planen Sie insgesamt etwa zwei Wochen in Istanbul ein.

Wann Sie zurückfliegen können

Von vielen Flughäfen in Deutschland, Österreich und der Schweiz gibt es Direktflüge nach Istanbul. Nach einer Hirnoperation nennen veröffentlichte Flugempfehlungen etwa 7 Tage Abstand, zum Beispiel nach einem ventrikulären Shunt. Eingeschlossene Luft kann sich in der Höhe ausdehnen.

Nach einem lumbalen Shunt entscheidet Ihr Chirurg über den Rückflug. Ein früher Flug erhöht zudem das Risiko für Blutgerinnsel.

Augenkontrollen zu Hause

Vereinbaren Sie vor der Reise auch einen Termin bei einem Augenarzt zu Hause, idealerweise bei einem Neuroophthalmologen. Nehmen Sie diese Ergebnisse als Ausgangswerte mit:

  • Gesichtsfeldausdrucke und OCT-Aufnahmen
  • Den Befund der Lumbalpunktion mit dem Eröffnungsdruck
  • Ihre MRT und MR-Venographie mit den Befunden, auf CD oder USB-Stick
  • Den Entlassungsbericht (Arztbrief) und bei einem Shunt den Ventilausweis (siehe Leben mit Shunt)

Einreise, Versicherung und Autofahren

Welche Einreisebestimmungen für die Türkei gelten, hängt von Ihrer Staatsangehörigkeit ab. Prüfen Sie die aktuellen Regeln für Ihren Reisepass vor der Reise. Klären Sie vor der Reise mit Ihrer Krankenkasse oder Versicherung, ob und in welchem Umfang Kosten einer Behandlung im Ausland übernommen werden.

Gesichtsfeldausfälle und ein Shunt können die Fahrtauglichkeit betreffen. Wann Sie wieder Auto fahren dürfen, besprechen Sie mit Ihrem Arzt; es gelten die Regeln Ihres Heimatlandes.

Mehr im Ratgeber zur Gehirnoperation in der Türkei: Einreise, Unterlagen, Aufenthalt und Flüge sowie die Checkliste vor der Reise.

Ihre Behandlung in Istanbul

Von der ersten Nachricht bis zum Rückflug

Die IIH-Behandlung in Istanbul folgt vier Schritten. Jeder beantwortet eine praktische Frage.

  1. 01 Anfrage
  2. 02 Beratung
  3. 03 Behandlung
  4. 04 Nachsorge
SCHRITT 01

Termin anfragen

Nutzen Sie das Formular auf dieser Seite, WhatsApp oder rufen Sie +90 532 308 9772 an. Eine kurze Nachricht genügt: Ihre Diagnose, Ihr Land und Ihre Reisedaten.

Sie können uns auf Englisch oder Türkisch schreiben. Das Team vereinbart dann mit Ihnen den Beratungstermin.

SCHRITT 02

Beratung und Untersuchungen in Istanbul

Prof. Albayrak untersucht Sie zuerst in seiner Praxis in Teşvikiye. Dann geht er Ihre Augenbefunde und Bilder mit Ihnen durch. Zum Schluss erklärt er, ob Medikamente, eine Operation oder engere Augenkontrollen zu Ihnen passen, und warum.

Was sollte ich zur IIH-Beratung mitbringen?

Bringen Sie zuerst Ihre MRT und MR-Venographie auf CD oder USB-Stick mit. Dazu kommen die schriftlichen Befunde, auch das Ergebnis der Lumbalpunktion. Ergänzen Sie Gesichtsfeld- und OCT-Ausdrucke sowie eine Liste Ihrer Medikamente.

SCHRITT 03

Behandlungsplan oder Operation

Passt eine Operation zu Ihnen, plant das Team sie mit Ihnen. Die Operation findet in einem Krankenhaus in Istanbul statt; welches, wird in der Beratung festgelegt. Andernfalls führen Sie den Plan mit Ihren Ärzten zu Hause fort.

SCHRITT 04

Erholung, Rückflug und Augenkontrollen

Nach der Entlassung erholen Sie sich in der Nähe bis zu einer Kontrolle vor dem Flug. Zu Hause übernimmt dann Ihr Augenarzt die regelmäßigen Kontrollen.

Holen Sie zu Hause sofort Hilfe bei einem dieser Zeichen:

  • Sehen, das verschwimmt, dunkler oder enger wird, oder neue Doppelbilder
  • Starke Kopfschmerzen mit Erbrechen oder Benommenheit
  • Fieber, Rötung oder klare Flüssigkeit an einer Wunde

Im Notfall rufen Sie sofort den Notruf 112 an.

Ihr Chirurg

Ihr Neurochirurg für die IIH in Istanbul

Prof. Dr. Serdar Baki Albayrak, Neurochirurg für die Abklärung des Pseudotumor cerebri (idiopathische intrakranielle Hypertension) in Istanbul

Prof. Dr. Serdar Baki Albayrak

Neurochirurg · Professor für Neurochirurgie

Die Behandlung einer IIH braucht einen Augenarzt, einen Neurologen und manchmal einen Neurochirurgen. Prof. Albayrak wägt deshalb Augenbefunde und Druckwerte ab, bevor er eine Operation empfiehlt.

Er ist Professor für Neurochirurgie in Istanbul. Medizin studierte er an der Marmara-Universität (1998), die Facharztausbildung Neurochirurgie absolvierte er an der Universität Istanbul (2004).

Klinische Fellowships folgten an der Universität Helsinki (2006-2007) und an der Harvard Medical School, Brigham and Women's Hospital (2007-2008). Er besitzt das ECFMG- und das EANS-Zertifikat.

Die Beratung findet auf Englisch oder Türkisch statt. Bitte organisieren Sie bei Bedarf vorab einen Dolmetscher.

Praxis: Terrace Fulya Center, Hakkı Yeten Cad. No: 11, D:13, Teşvikiye, Şişli, Istanbul.

27+Jahre
5.000+Operationen
64Länder
33Publikationen

Angaben aus dem Berufsprofil von Prof. Albayrak, September 2026. Siehe seine vollständige Publikationsliste.

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Häufige Fragen

Häufige Fragen zum Pseudotumor cerebri

Ist Pseudotumor cerebri dasselbe wie idiopathische intrakranielle Hypertension?

Ja, beide Namen beschreiben dieselbe Erkrankung. Manche Ärzte sagen auch benigne intrakranielle Hypertension. Die meisten Fachleute vermeiden diesen Begriff heute, weil die Erkrankung das Sehen schädigen kann.

Darf man mit Pseudotumor cerebri fliegen?

Meist ja. Die IIH selbst spricht normalerweise nicht gegen einen Flug, fragen Sie aber vorher, wenn sich Ihr Sehen verändert. Nach einem Shunt mit Eröffnung des Schädels raten veröffentlichte Flugempfehlungen jedoch zu etwa 7 Tagen Wartezeit.

Können Kinder einen Pseudotumor cerebri bekommen?

Ja, auch wenn er seltener ist als bei Erwachsenen. Vor der Pubertät betrifft er Jungen und Mädchen gleich oft. Ärzte suchen dann gezielter nach einer Ursache, etwa einem Medikament oder einer Infektion.

Wovon hängen die Kosten einer Pseudotumor-cerebri-Therapie in der Türkei ab?

Von den Tests, einer eventuellen Operation und dem Klinikaufenthalt. Preise im Internet umfassen oft unterschiedliche Leistungen. Fragen Sie deshalb in der Beratung nach den Kosten Ihres Plans; mehr im Ratgeber zu den Kosten.

Wissenschaftliche Publikationen von Prof. Albayrak

Keine Arbeit von Prof. Albayrak untersucht die IIH selbst. Die nächstliegenden behandeln einen Sehverlust, eine seltene Kopfschmerzursache und Zysten, die den Liquorfluss blockieren. Die Links führen zu PubMed beziehungsweise zur Fachzeitschrift (auf Englisch); alle 33 Publikationen stehen in seinem Profil.

  1. Persistent bilateral amaurosis in a child caused by damage to the calcarine cortex and the claustrum in contralateral hemispheres after a closed head injuryThe Journal of Trauma, 2008 · Erstautor
  2. Rare cause of persistent headache in a child: spontaneous idiopathic subdural hematomaSinir Sistemi Cerrahisi Dergisi, 2009 · Mitautor
  3. Microsurgical treatment of third ventricular colloid cysts by interhemispheric far lateral transcallosal approach: experience of 134 patientsSurgical Neurology, 2008 · Mitautor

Offizielle Informationen (teilweise auf Englisch)

Diese Seite dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Untersuchung oder Beratung. Diagnose und Therapieentscheidung erfordern eine persönliche Untersuchung durch Ihre Ärzte. Reise- und Fahrregeln ändern sich, prüfen Sie deshalb vor der Buchung die oben genannten offiziellen Seiten.

Zuletzt aktualisiert: 26. Oktober 2026. Redaktion: Praxis von Prof. Dr. Serdar Baki Albayrak, [email protected].

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