Arteriovenöse Malformation · Istanbul, Türkei

AVM im Gehirn: Symptome, Grade und Behandlung

Eine arteriovenöse Malformation (AVM) im Gehirn ist ein Gefäßknäuel, in dem Arterien direkt in Venen münden. In Istanbul untersucht und behandelt Prof. Dr. Serdar Baki Albayrak AVMs im Gehirn.

Medizinisch geprüft von Prof. Dr. Serdar Baki Albayrak, Neurochirurg · Zuletzt aktualisiert: Oktober 2026

27+Jahre Erfahrung in der Neurochirurgie
5.000+Operationen
64Herkunftsländer der Patienten
33wissenschaftliche Publikationen

Quelle der Karrieredaten: Berufsprofil und Publikationsliste von Prof. Albayrak, September 2026.

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Kurz erklärt

Was ist eine AVM im Gehirn?

Eine arteriovenöse Malformation (AVM) im Gehirn ist ein Knäuel fehlgebildeter Blutgefäße. Darin fließt das Blut aus Arterien direkt in Venen, ohne Haargefäße (Kapillaren) dazwischen. Eine AVM ist kein Tumor und kein Krebs, kann aber bluten.

Normalerweise bremsen die Kapillaren das Blut, bevor es die Venen erreicht. In einer AVM trifft das Blut dagegen mit hohem Druck direkt auf dünnwandige Venen. Mit der Zeit können sich diese Venen dehnen, und manche reißen schließlich.

Weniger als 1 von 100 Menschen hat eine AVM im Gehirn, meist schon seit der Geburt. Beschwerden zeigen sich aber meist erst bei jungen Erwachsenen, oft im Alter von 20 bis 49 Jahren. Manchmal heißt sie auch arteriovenöses Angiom.

Illustration von Nervenzellen im Gehirn, denen eine arteriovenöse Malformation Sauerstoff entziehen kann
Nervenzellen im Gehirn brauchen eine stetige Versorgung mit sauerstoffreichem Blut. Neben einer AVM strömt das Blut stattdessen an ihnen vorbei in die Venen.

Woraus besteht eine AVM?

Jede AVM hat dieselben Grundbestandteile. Ihre Größe und Lage bestimmen auch, wie riskant eine Behandlung ist.

  • Versorgende ArterienBringen Blut mit hohem Druck in das Knäuel
  • NidusDas Knäuel selbst; seine Größe bestimmt den Grad mit
  • Ableitende VenenLeiten das Blut ab, an die Oberfläche oder in die Tiefe
  • AneurysmenAussackungen an Zuflüssen oder im Nidus erhöhen das Blutungsrisiko
  • Umliegendes GehirnBekommt manchmal zu wenig Blut, der sogenannte Steal-Effekt
  • LageAreale für Bewegung, Sprache oder Sehen gelten als „eloquent“
Ausgangspunkt: Ihre Beschwerden

Welches Symptom führt Sie hierher?

Wählen Sie zuerst die Veränderung, die Sie oder Ihre Familie bemerkt haben. Jeder Link erklärt dann, wie eine AVM sie auslösen kann.

  1. 01Plötzliche Kopfschmerzen oder eine HirnblutungDas häufigste erste Zeichen, oft mit Erbrechen oder Benommenheit
  2. 02Ein KrampfanfallDas zweithäufigste erste Zeichen, oft bei jüngeren Erwachsenen
  3. 03Immer wiederkehrende KopfschmerzenManchmal an derselben Stelle, manchmal migräneartig
  4. 04Schwäche, Taubheit, Seh- oder SprachstörungenLangsam zunehmende Ausfälle durch Druck oder Minderdurchblutung
  5. 05Eine zufällig entdeckte AVMKeine Beschwerden, aber eine Entscheidung steht an
Symptome

Symptome einer AVM im Gehirn

Viele AVMs verursachen jahrelang keine Beschwerden. Treten doch welche auf, sind Blutung und Krampfanfall die beiden häufigsten ersten Zeichen.

Das erste Zeichen kommt oft plötzlich. Etwa die Hälfte der Patienten erfährt durch eine Blutung von ihrer AVM. Bei anderen führen ein Krampfanfall oder langsam zunehmende Beschwerden zur Diagnose.

Blutung im Gehirn

Eine AVM-Blutung verursacht plötzliche Kopfschmerzen, oft mit Erbrechen, Schwäche, Verwirrtheit oder Benommenheit. Die genauen Zeichen hängen davon ab, wo sich das Blut sammelt. Im Notfall rufen Sie sofort den Notruf 112 an.

AVM-Blutungen sind meist kleiner als Blutungen aus einem geplatzten Aneurysma. Jede Blutung birgt jedoch ein Sterberisiko von etwa 10-20 Prozent und ein ähnliches Risiko bleibender Behinderung. Nach einer ersten Blutung steigt das jährliche Risiko einer weiteren, besonders im ersten Jahr.

Krampfanfälle

Krampfanfälle sind das zweithäufigste erste Zeichen einer AVM. Sie können mit Zuckungen einer Hand oder des Gesichts beginnen oder sich zu einem großen Anfall ausweiten.

Ein erster Krampfanfall im Erwachsenenalter braucht immer ein MRT. Halten die Anfälle trotz Medikamenten an, folgt der Plan auch Grundsätzen der Epilepsiechirurgie. Die Entfernung der AVM verbessert die Anfallskontrolle oft.

Wiederkehrende Kopfschmerzen

Kopfschmerzen bei einer AVM sind sehr unterschiedlich. Manche fühlen sich wie Migräne an, andere kehren immer an derselben Stelle wieder.

Kopfschmerzen allein deuten aber selten auf eine AVM hin. Ärzte achten deshalb auf weitere Zeichen, etwa Krampfanfälle oder ein rauschendes Geräusch im Kopf.

Schwäche, Taubheit, Seh- oder Sprachstörungen

Eine AVM kann dem umliegenden Hirngewebe Blut entziehen oder darauf drücken. Dadurch entwickeln sich Beschwerden langsam über Monate:

  • Schwäche oder Taubheit einer Körperseite
  • Ausfall eines Teils des Gesichtsfelds
  • Probleme beim Sprechen oder Sprachverstehen
  • Gedächtnis- oder Konzentrationsstörungen
  • Ungeschicklichkeit und Schwindel, wenn die AVM im Kleinhirn oder Hirnstamm liegt

Solche langsamen Veränderungen können sich nach der Behandlung bessern, besonders bei frühem Handeln.

Eine zufällig entdeckte AVM

Immer mehr AVMs zeigen sich zufällig auf Aufnahmen. Der Anteil der AVMs, die vor einer Blutung entdeckt werden, hat sich in den letzten Jahrzehnten fast verdoppelt.

Eine AVM ohne Beschwerden verlangt eine ruhige, keine überstürzte Entscheidung. Warum, erklärt der Abschnitt zur ARUBA-Studie weiter unten.

Wer bekommt eine AVM im Gehirn?

Männer und Frauen sind gleich häufig betroffen, in allen Bevölkerungsgruppen. Die meisten AVMs treten zufällig auf. Die hereditäre hämorrhagische Teleangiektasie (HHT) erhöht jedoch die Wahrscheinlichkeit.

Kann eine Schwangerschaft eine AVM beeinflussen?

Ja. In der Schwangerschaft steigen Blutvolumen und Blutdruck, deshalb bemerken manche Frauen neue oder stärkere Beschwerden. Auch das Blutungsrisiko kann steigen, daher hilft eine vorausschauende Planung mit Ihrem Neurochirurgen.

Fragen in dieser Phase

Ist eine AVM im Gehirn vererbbar?

Meist nicht. Die meisten AVMs treten ohne familiäre Vorbelastung auf. Menschen mit HHT haben jedoch häufiger AVMs, deshalb untersuchen Ärzte sie oft gezielt.

Kann eine AVM von selbst verschwinden?

Fast nie. Ein spontaner Verschluss kommt nur selten vor, deshalb kann niemand darauf bauen. Manche AVMs werden über die Jahre sogar langsam größer.

Kann eine AVM Gedächtnis oder Persönlichkeit verändern?

Ja, vor allem nach einer Blutung oder wenn die AVM umliegenden Hirnarealen Blut entzieht. Behandlung und Rehabilitation können solche Veränderungen dann bessern.

Frühzeitig handeln

Wann Sie zum Arzt gehen sollten

Die meisten Kopfschmerzen haben andere Ursachen. Manche Zeichen brauchen jedoch eine rasche Abklärung, und einige sofortige Notfallhilfe.

Vereinbaren Sie einen Arzttermin bei:

  • Kopfschmerzen, die immer an derselben Stelle wiederkehren
  • einem rauschenden Geräusch im Takt Ihres Pulses
  • langsam zunehmender Schwäche, Taubheit oder Sehverschlechterung
  • AVM oder HHT in der Familie
  • einer AVM auf einer Aufnahme, auch ohne Beschwerden

Rufen Sie sofort den Notruf 112 bei:

  • plötzlichen, extrem starken Kopfschmerzen
  • einem ersten Krampfanfall
  • plötzlicher Schwäche, Taubheit oder Sprachverlust
  • Verwirrtheit, Ohnmacht oder ungewöhnlicher Benommenheit
  • Erbrechen mit steifem Nacken

Im Notfall zeigt ein CT eine Blutung innerhalb von Minuten. MRT und Katheter-Angiographie stellen danach die AVM selbst dar.

Stammt die Blutung stattdessen aus einer ausgesackten Arterie, lesen Sie mehr zum Hirnaneurysma. Bei einer Blutung aus den empfindlichen Umgehungsgefäßen verengter Arterien siehe Moyamoya-Operation.

Einteilung

Spetzler-Martin-Grad: So stufen Chirurgen eine AVM ein

Vor der Wahl der Behandlung bestimmen Chirurgen bei jeder AVM den Grad. Die Spetzler-Martin-Skala vergibt Punkte für drei Merkmale, und eine höhere Summe bedeutet ein höheres Operationsrisiko.

  • Größe des Nidus: unter 3 cm = 1 Punkt, 3-6 cm = 2 Punkte, über 6 cm = 3 Punkte
  • Eloquente Lage: Areale für Bewegung, Gefühl, Sprache oder Sehen sowie Thalamus, Hypothalamus und Hirnstamm = 1 Punkt
  • Tiefe venöse Drainage: jeder Abfluss in die tiefen Venen = 1 Punkt
GradWas er meist bedeutetÜbliches Vorgehen
Grad I-II (1-2 Punkte)Klein, oft oberflächlich und fern von kritischen ArealenDie Operation heilt oft bei geringem Risiko; Radiochirurgie passt für kleine, tiefe AVMs
Grad III (3 Punkte)Eine gemischte Gruppe: klein, aber tief, oder groß, aber oberflächlichEin individueller Plan, oft mit Embolisation, Operation oder Radiochirurgie kombiniert
Grad IV-V (4-5 Punkte)Groß, tief oder in kritischem HirngewebeHohes Operationsrisiko; oft Beobachtung, außer bei wiederholten Blutungen oder zunehmenden Ausfällen
Grad VIGilt als nicht operabelBeobachtung, Behandlung nur bei bestimmten Problemen

Viele Teams nutzen zusätzlich eine Ergänzungsskala. Danach senken auch ein jüngeres Alter, eine frühere Blutung und ein kompakter Nidus das Operationsrisiko.

Was bedeutet eine AVM Grad 3?

Eine AVM Grad III nach Spetzler-Martin erreicht 3 Punkte. Sie kann jedoch klein und tief oder groß und oberflächlich sein, deshalb unterscheidet sich das Risiko stark. Teams planen jede AVM Grad III daher individuell.

Behandlungsmöglichkeiten

AVM-Behandlung: Operation, Embolisation, Radiochirurgie oder Beobachtung?

Die Behandlung soll den gesamten Nidus entfernen oder verschließen, denn eine teilweise behandelte AVM kann weiter bluten. Das Team wählt deshalb für jede AVM ein Verfahren oder eine schrittweise Kombination.

MöglichkeitWie sie wirktWann Teams sie wählenSchutz vor BlutungAbwägung
Mikrochirurgische EntfernungÜber eine Kraniotomie verschließt der Chirurg die versorgenden Arterien, entfernt den Nidus und durchtrennt die ableitende Vene zuletztGrad I-II und ausgewählte Grad-III-AVMs; AVMs mit großem BlutgerinnselSofort, sobald eine Angiographie die vollständige Entfernung bestätigtOffene Operation; das Risiko steigt mit Grad und Lage
Endovaskuläre EmbolisationEin Katheter bringt eine klebstoffartige Flüssigkeit ein, die Zuflüsse und Teile des Nidus verschließtMeist vor Operation oder Radiochirurgie; allein nur bei manchen kleinen AVMsNur, wenn sich die AVM vollständig verschließtRisiko von Schlaganfall oder Blutung; eine teilweise Embolisation allein schützt nicht
Stereotaktische RadiochirurgieGebündelte Strahlung verdickt die Gefäßwände langsam, bis sich der Nidus verschließtKleine AVMs, meist unter etwa 3 cm, tief gelegen oder in kritischen ArealenVerzögert: Der Verschluss dauert 1-3 Jahre, bis dahin bleibt das BlutungsrisikoStrahlenbedingte Veränderungen im umliegenden Gehirn; weniger wirksam bei großen AVMs
Beobachtung (medikamentöse Behandlung)Antiepileptika, Einstellung des Blutdrucks und regelmäßige BildgebungViele nicht geblutete AVMs, besonders hochgradige oder bei älteren PatientenKeiner; das natürliche Risiko bleibtEin lebenslanges jährliches Blutungsrisiko

Nach einer Blutung entfernt das Team manchmal zuerst ein großes Blutgerinnsel und behandelt die AVM Wochen später. In anderen Fällen entfernt der Chirurg beides gemeinsam.

Ist eine AVM im Gehirn heilbar?

Ja, wenn der gesamte Nidus verschwindet. Eine vollständige operative Entfernung heilt die AVM sofort, die Radiochirurgie kleine AVMs innerhalb von 1-3 Jahren. Eine Angiographie bestätigt die Heilung zum Schluss.

AVM ohne Blutung

AVM ohne Blutung: behandeln oder beobachten? Was ARUBA zeigte

Für eine AVM, die nie geblutet hat, gibt es keine einfache Antwort. ARUBA, die einzige randomisierte Studie, sprach für das Beobachten, doch ihre Grenzen halten die Debatte offen.

ARUBA verglich eine rein medikamentöse Behandlung mit zusätzlicher Operation, Embolisation oder Radiochirurgie. Nach etwa 33 Monaten erlitten 10,1 Prozent der medikamentösen Gruppe einen Schlaganfall oder starben. Mit Eingriff waren es 30,7 Prozent, und auch eine längere Nachbeobachtung zeigte einen ähnlichen Abstand.

Die Nachbeobachtung umfasste jedoch nur wenige Jahre eines lebenslangen Risikos. Zudem erhielten die meisten behandelten Patienten eine Embolisation oder Radiochirurgie statt einer Operation.

Zusammengefasste Daten zeigen, dass eine nicht geblutete AVM etwa 2,2 Prozent pro Jahr blutet. Bei dieser gleichbleibenden Rate erreicht die Wahrscheinlichkeit einer Blutung über 20 Jahre etwa ein Drittel.

Wie die Entscheidung in der Praxis fällt

Viele Zentren beobachten nicht geblutete hochgradige AVMs deshalb. Für kleine, niedriggradige AVMs bei jungen Patienten bieten sie aber weiterhin die Operation an. Für Ihre Entscheidung zählen:

  • Ihr Alter und die Jahre mit Risiko, die vor Ihnen liegen
  • Grad und Lage der AVM
  • Risikomerkmale: eine tiefe Lage, ausschließlich tiefe venöse Drainage oder ein Aneurysma an einem Zufluss
  • Ihre eigene Abwägung zwischen dem Risiko eines Eingriffs heute und einem lebenslangen Risiko
Vergleich

AVM, Aneurysma, Kavernom oder Fistel: Was ist der Unterschied?

Diese vier Gefäßerkrankungen werden oft verwechselt, verhalten sich aber sehr unterschiedlich. Die Art bestimmt deshalb Risiko und Behandlung.

ErkrankungWas sie istBlutflussTypisches erstes ZeichenHauptbehandlungen
AVM im GehirnEin Knäuel aus Arterien und Venen ohne KapillarenSchnell, hoher DruckBlutung oder Krampfanfall bei einem jungen ErwachsenenOperation, Embolisation, Radiochirurgie oder Beobachtung
HirnaneurysmaEine Aussackung in der Wand einer ArterieArterieller Druck in einer AussackungPlötzliche, extrem starke Kopfschmerzen bei einer RupturClipping, Coiling, Flow-Diverter oder Beobachtung
KavernomEine Ansammlung kleiner, durchlässiger, bluthaltiger HohlräumeSehr langsam, niedriger DruckEin Krampfanfall oder eine kleine BlutungBeobachtung oder Operation; Radiochirurgie nur in ausgewählten Fällen
Durale arteriovenöse FistelEine direkte Verbindung von Arterie und Vene in der harten HirnhautSchnell, in eine Vene oder einen venösen Blutleiter (Sinus)Pulssynchrones Ohrgeräusch, Augenbeschwerden oder eine BlutungEmbolisation, operative Unterbrechung oder Radiochirurgie
Patienten aus dem Ausland

Anreise nach Istanbul aus Deutschland, Österreich und der Schweiz

Die Behandlung einer AVM ohne Blutung lässt sich meist in Ruhe planen. Bei einer akuten Blutung brauchen Sie dagegen die nächste Klinik vor Ort, keinen Flug.

Von vielen Flughäfen in Deutschland, Österreich und der Schweiz gibt es Direktflüge nach Istanbul. Wann Sie nach der Behandlung zurückfliegen können, entscheidet der Chirurg bei der Kontrolle. Nach veröffentlichten Empfehlungen für Flugreisende gilt nach einer offenen Operation am Schädel meist ein Abstand von etwa 7 Tagen.

Welche Einreisebestimmungen für die Türkei gelten, hängt von Ihrer Staatsangehörigkeit ab. Prüfen Sie die aktuellen Regeln für Ihren Reisepass vor der Reise.

Klären Sie vor der Reise mit Ihrer Krankenkasse oder Versicherung, ob und in welchem Umfang Kosten einer Behandlung im Ausland übernommen werden.

Nachsorge nach der Rückkehr

Lassen Sie sich vor der Abreise den Entlassungsbericht (Arztbrief) und Ihre Bilder auf CD oder USB-Stick mitgeben. Die weiteren Kontrollen übernimmt dann Ihr Hausarzt oder behandelnder Neurologe zu Hause. Wann Sie wieder Auto fahren dürfen, besprechen Sie mit Ihrem Arzt; es gelten die Regeln Ihres Heimatlandes.

Mehr zu Einreise, Unterlagen und Kosten lesen Sie im Ratgeber zur Gehirnoperation in der Türkei.

Ihr Behandlungsweg

Von der Diagnose bis zur Genesung

Die Behandlung folgt vier Schritten. Jeder Schritt beantwortet eine Frage, vom Aufbau der AVM bis zu Ihrer Erholung.

  1. 01 Diagnose
  2. 02 Planung
  3. 03 Behandlung
  4. 04 Genesung
SCHRITT 01

Diagnose: die AVM genau darstellen

Zuerst zeigen CT oder MRT die AVM und eine eventuelle Blutung. Danach stellt eine Katheter-Angiographie (DSA) jede versorgende Arterie und ableitende Vene dar; sie bleibt deshalb der Goldstandard.

  • MRT zeigt den Nidus, ältere Blutungen und das umliegende Gehirn.
  • Funktionelle MRT und Traktographie orten Bewegungs- und Sprachareale nahe der AVM.
  • Katheter-Angiographie zeigt Blutfluss, venösen Abfluss und Aneurysmen an den Zuflüssen.
Reicht ein MRT allein zur Diagnose einer AVM?

Ein MRT zeigt die AVM meist deutlich. Für die Behandlungsplanung braucht es jedoch eine Katheter-Angiographie, denn nur sie zeigt das Flussmuster im Detail.

SCHRITT 02

Planung: den sichersten Weg wählen

Als Nächstes bestimmt das Team den Grad der AVM und wägt ihr natürliches Risiko gegen jede Behandlung ab. Bei größeren AVMs kann der Plan Schritte kombinieren, etwa eine Embolisation vor der Operation.

Diese Entscheidung braucht ein Team, das Operation, Embolisation und Radiochirurgie anbieten kann. Sonst bestimmt womöglich das verfügbare Verfahren die Wahl, nicht die AVM.

SCHRITT 03

Behandlung: den Nidus entfernen oder verschließen

Bei der Operation arbeitet der Chirurg unter dem Mikroskop mit Neuronavigation. Dabei zählt die Reihenfolge: zuerst die versorgenden Arterien verschließen, dann den Nidus entfernen, zuletzt die ableitende Vene.

Eine Angiographie während oder nach der Operation bestätigt, dass kein Rest des Nidus verblieben ist. Bei der Radiochirurgie bestrahlt das Team den Nidus dagegen in einer einzigen Sitzung, oft ohne Übernachtung.

Wie riskant ist eine AVM-Operation?

Sie birgt echte Risiken, vor allem Blutungen sowie neue Schwäche oder Sprachstörungen. Das Risiko hängt vor allem vom Grad ab, deshalb ist es bei niedriggradigen AVMs deutlich geringer als bei hochgradigen.

SCHRITT 04

Genesung und Nachsorge

Nach geplanten Gehirnoperationen verbringen Patienten in der Praxis von Prof. Albayrak meist 1-2 Tage auf der Intensivstation. Danach folgen 3-6 Tage auf der Normalstation bis zur Entlassung.

  • Antiepileptika: Viele Patienten nehmen sie noch eine Zeit lang, und der Neurologe entscheidet über das Absetzen.
  • Nach einer Operation: Eine Angiographie bestätigt die Heilung.
  • Nach einer Radiochirurgie: MRT-Kontrollen laufen weiter, bis eine Angiographie den vollständigen Verschluss zeigt.
Wie lange dauert die Erholung nach einer AVM-Operation?

Viele Menschen kehren einige Wochen nach einer geplanten Operation in einen leichten Alltag zurück. Nach einer großen Blutung dauert die Erholung jedoch Monate und braucht oft Rehabilitation.

Was passiert nach einer Bestrahlung einer AVM?

Die AVM verschließt sich langsam über 1-3 Jahre. Bis dahin bleibt das Blutungsrisiko bestehen, deshalb folgen regelmäßige MRT-Kontrollen. Zum Schluss bestätigt eine Angiographie den vollständigen Verschluss.

Ihr Neurochirurg

Ihr Neurochirurg für AVMs im Gehirn in Istanbul

Prof. Dr. Serdar Baki Albayrak, Neurochirurg für die Behandlung arteriovenöser Malformationen in Istanbul

Prof. Dr. Serdar Baki Albayrak

Neurochirurg · Vaskuläre Neurochirurgie

AVM-Operationen verlangen Geduld und Ordnung: erst die Zuflüsse, zuletzt die ableitende Vene. So staut sich kein Blut unter Druck. Ebenso wichtig ist die Entscheidung, wer nicht operiert werden sollte.

Prof. Albayrak studierte Medizin an der Marmara-Universität (1998) und absolvierte die Facharztausbildung Neurochirurgie an der Universität Istanbul (2004). Klinische Fellowships führten ihn an die Universität Helsinki (2006-2007) und an die Harvard Medical School, Brigham and Women's Hospital (2007-2008). Er besitzt das ECFMG- und das EANS-Zertifikat.

Sie können uns auf Englisch oder Türkisch schreiben. Die Beratung findet auf Englisch oder Türkisch statt. Bitte organisieren Sie bei Bedarf vorab einen Dolmetscher.

Die Operation findet in einem Krankenhaus in Istanbul statt; welches, wird in der Beratung festgelegt. Adresse der Praxis: Terrace Fulya Center, Hakkı Yeten Cad. No: 11, D:13, Teşvikiye, Şişli, Istanbul.

27+Jahre
5.000+Operationen
64Länder
33Publikationen

Angaben aus dem Berufsprofil von Prof. Albayrak, September 2026.

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Häufige Fragen

Häufige Fragen zur arteriovenösen Malformation

Wie gefährlich ist eine AVM im Gehirn?

Eine nicht geblutete AVM blutet im Durchschnitt mit etwa 2 Prozent pro Jahr. Nach einer ersten Blutung verdoppelt sich diese Rate jedoch ungefähr. Jede Blutung birgt zudem ein Sterberisiko von 10-20 Prozent.

Wie ist die Lebenserwartung mit einer arteriovenösen Malformation?

Nach vollständiger Heilung können die meisten Menschen mit einer normalen Lebenserwartung rechnen. Ohne Behandlung hängt die Prognose dagegen vom jährlichen Blutungsrisiko ab und davon, wie sich jede Blutung auf das Gehirn auswirkt.

Können Kinder eine AVM im Gehirn haben?

Ja, und oft ist eine Blutung das erste Zeichen. Weil Kinder viele Jahre mit Risiko vor sich haben, raten Teams oft zur Behandlung und beobachten länger nach. Nach einer Operation im jungen Alter kann eine AVM nämlich wiederkehren; siehe Kinderneurochirurgie.

Welcher Arzt behandelt eine AVM im Gehirn?

Meist leitet ein vaskulärer Neurochirurg die Behandlung, gemeinsam mit einem interventionellen Neuroradiologen und einem Team für Radiochirurgie. Prof. Dr. Serdar Baki Albayrak operiert in Istanbul auch AVMs im Gehirn.

Wissenschaftliche Publikationen von Prof. Albayrak

Begutachtete Fachartikel zur Mikrochirurgie an Hirngefäßen und in der Tiefe des Gehirns, die Prof. Albayrak mitverfasst hat. Jeder Link öffnet den Eintrag bei PubMed (auf Englisch). Die vollständige Liste seiner 33 Publikationen finden Sie in seinem Profil.

  1. Microsurgical management of pineal region lesions: personal experience with 119 patientsSurgical Neurology, 2008 · Koautor
  2. Microneurosurgical management of middle cerebral artery bifurcation aneurysmsSurgical Neurology, 2007 · Koautor
  3. Microneurosurgical management of proximal middle cerebral artery aneurysmsSurgical Neurology, 2007 · Koautor

Offizielle Informationen (teilweise auf Englisch)

Diese Seite dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Untersuchung oder Beratung. Diagnose und Therapieentscheidung erfordern eine persönliche Untersuchung durch Ihren Arzt.

Zuletzt aktualisiert: 26. Oktober 2026. Redaktion: Praxis von Prof. Dr. Serdar Baki Albayrak, [email protected].

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